2:34 Uhr, die Nacht vor der Abreise. Wenige Stunden trennen das aufgeregte Reiseherz von der ausgewählten Reisedestination. Aber es ist nicht nur die Zeit, die zwischen einem selbst und dem nächsten Abenteuer steht - auch das Packen steht noch bevor. Und wer kennt das nicht? Die Entscheidung, was in den Koffer oder Rucksack kommt, hängt von vielen Faktoren und Fragen ab: Wie wird das Wetter? Wem könnte ich auf meiner Reise begegnen - egal ob zufällig oder geplant? Welche Aktivitäten stehen auf dem Programm? Wie schick/nicht schick sind die Restaurants, die man besuchen wird? Stehen lange, durchtanzte Nächte bevor? Brauche ich Badekleidung? Ist es sinnvoll, drei verschiedene Sonnencremes mitzunehmen? Die Liste könnte endlos lang weiter gehen. Und das tut sie meistens auch - in unseren Köpfen.

Wie befreie ich mich von diesen Gedanken?

Es gibt drei Sätze, die wir uns VOR dem Packen einprägen sollten:

  1. Nichts ist so essenziell wichtig, dass es nicht vergessen werden könnte. (Außer die Dinge, die SO essenziell sind, dass wir sie ohnehin nicht vergessen.)
  2. Alles, was wir vergessen, kann auf der Reise (nach)gekauft werden.
  3. Es reist sich leichter mit leichtem Gepäck.

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© Gorosi

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Trotzdem skeptisch?

Haben wir diese Sätze bei unseren nächtlichen Packaktionen im Hinterkopf, kann fast nichts mehr schief gehen. Und dennoch gibt es Skeptiker unter uns. 'Was ist wenn?' 'Aber was ist wenn?' 'Aber was ist wenn dann?' 'Aber was ist wenn dann trotzdem?' Für all jene, denen solche und ähnliche Fragen im Kopf herum schwirren, die mit den oben genannten drei Sätzen nichts anfangen können und die trotzdem um 3:13 Uhr vor dem vollgeräumten Bett stehen und per Augenmaß abschätzen, ob dieser Riesenhaufen an Kleidung, Schuhen, Kosmetikartikeln und anderen enorm wichtigen Dingen in den auserwählten Koffer oder Rucksack passt, empfiehlt sich eine zweite, etwas radikalere Methode. Wer zu dieser Art von Packmonster gehört, sollte sich NACH dem Packen folgenden Satz zu Gemüte führen:

REDUZIERE ALLES VORBEREITETE AUF EIN DRITTEL.

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Doch, ich brauche das ALLES!

Zählt man zur dritten Gruppe und bringt es einfach nicht über’s Herz, das geliebte Strandkleid Nummer 7 zu Hause zu lassen oder die Extraportion an Zahnpasta einfach vor Ort zu kaufen, dann empfiehlt sich folgender Trick: Rollen. Der Koffer oder Rucksack entwickelt unentdeckten Stauraum, wenn alles, was gerollt werden kann, auch gerollt wird. (Praktisch dabei: Die Knittergefahr wird wesentlich reduziert.)

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So viel Zeug braucht kein Mensch!

Die vierte und letzte Gruppe darf sich stolz Pack-Profi nennen und benötigt im Prinzip keinerlei zusätzliche Hilfe. Die Gründe, warum jemand ‚richtig’ packen kann können verschieden sein: Man ist ein Naturtalent, hat es sich durch langjährige Erfahrung angeeignet, ist einfach genügsam oder macht sich nicht so viele Gedanken. Das schöne jedoch ist, dass man es lernen kann. Im Jahr 2015 begleitete mich auf meiner 2-monatigen Reise nach Kapstadt noch ein 30 Kilo schwerer Koffer, ein Jahr später ging es durch Vietnam und Kambodscha - diesmal mit Rucksack und knapp 12 Kilo im Gepäck. Nach und nach habe ich mich durch meine Reisen auch packtechnisch weiterentwickelt und sehe immer wieder, mit wie wenig man im Vergleich zu vergangenen Urlauben auskommen kann. Fröhliches Packen und noch fröhlicheres Reisen!

Attersee

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